Deutsch-Polnische Gesundheits- und Sozialakademie

Die Kenntnis über die jetzigen und zukünftigen Herausforderungen beiderseits der deutsch-polnischen Grenze lässt den Bedarf an gemeinsamer grenzüberschreitender Aus-, Fort-, und Weiterbildung im Gesundheits- und Sozialwesen erkennen. Angebote, die diesem Bedarf entsprechen, fehlen.


Der DPGSV hat sich dieses Themas angenommen und nun eine EU-Förderung zugesagt bekommen, um eine Bedarfsanalyse und ein Konzept für eine Deutsch-Polnische Gesundheits- und Sozialakademie zu erarbeiten. Geplant sind dazu zahlreiche Interviews mit Stakeholdern beiderseits der Grenze, denn nur so können die Bedarfe fundiert erfasst werden. Das Projektteam ist deutsch-polnisch besetzt, um von Anfang an beide Perspektiven und Bedarfe zu erfassen. Das Projekt wird getragen von der langjährigen guten Zusammenarbeit und Beziehung in der Doppelstadt Guben/Gubin und Unterstützung durch den Euroregion Spree-Neiße-Bober e.V. in Guben.

Zentrale Ziele sind die Bündelung und Institutionalisierung einer gemeinsamen und zweisprachigen Aus-, Fort- und Weiterbildung. Schon während eines Treffens mit dem Bürgermeister von Guben, Fred Mahro, und Vertretern der Stadtverwaltung Gubin, sowie weiteren Stakeholdern der Region Spree-Neiße-Bober und der Woiwodschaft Lubuskie, wurde deutlich, dass es auch einer zentralen und institutionalisierten, daher nachhaltigen Plattform bedarf, um den Informationsaustausch und die Kommunikation im Gesundheits- und Sozialwesen in den deutsch-polnischen Grenzregionen direkt vor Ort zu unterstützen. Träger einer entsprechenden Einrichtung soll laut Planung ein noch zu gründender gemeinnütziger Trägerverein sein.


Denn bislang bestimmt noch sehr das Engagement einzelner Player über die Nachhaltigkeit. Wechseln die Interessen oder Funktionen, wechseln auch oft die Ansprechpartner. Und in Anbetracht der Dynamik des Gesundheitswesens sind die Möglichkeiten einzelner Player, dieses Thema in Eigenregie voranzubringen, naturgemäß begrenzt. Der DPGSV bündelt nun diese Bedarfe, analysiert sie und erarbeitet gemeinsam mit polnischen Projektpartnern der Stadtverwaltung Gubin ein entsprechendes Konzept.


Was bei dem Treffen noch deutlich wurde ist, dass die Regionen beiderseits der Grenze auf beiden Seiten davon profitieren, wenn sie sich gemeinsam dafür engagieren, die Gesamt-Region zu stärken, die Daseinsvorsorge im Bereich Gesundheit und Soziales zu stärken, die Qualifizierung von Fachkräften vor Ort voranzubringen und so die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Ganz klar stärkt das auch die europäische Identität in der Region und das Zusammenwachsen der Bevölkerung zu einem gemeinsamen Bewusstseinsraum.


Sie haben Fragen zum Vorhaben? Bitte wenden Sie sich an Donat Wollny.









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